Provinz Jaén

Typische Landschaft in der Provinz Jaén

Die im Nordosten von Andalusien liegende Provinz Jaén mit der gleinamigen Hauptstadt ist vor allem bekannt für das hier hergestellte Olivenöl, auch “flüssiges Gold” genannt. Zweidrittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche dient dem Olivenanbau und macht die Region zum größten Olivenanbaugebiet der Welt.

Vier bedeutende Naturparks verzeichnet die Provinz, von denen die Sierra de Cazorla als Geburtsstätte des größten Flusses Andalusiens Guadalquivir der wohl bekannteste ist.

Die Provinz Jaén bietet aber auch eine eindrucksvolle Sammlung an Kirchen, Kathedralen, Palästen und Burgen aus der Gotik, Renaissance und dem Barock. 

Klima:

Das Klima in dieser Provinz ist kontinental. Während es im Sommer  sehr warm und trocken ist, kann es  Winter sehr kalt werden und in den Bergregionen auch schneien. Die Niederschlagsmenge ist sehr gering.

Wirtschaft:

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Olivenölproduktion, die einen hohen nationalen und internationalen Rang hat. Viele Landwirte  und Ölmühlen bieten Besichtigungen an, bei denen der Besucher mehr über die Herstellung und den Anbau erfahren kann.

Natur:

Der Naturpark Sierra Cazorla, Segura y Las Villas ist der größte Spaniens mit einer  Landschaft, die geprägt ist von engen Tälern, Schluchten und Bergen, die bis zu 2000 Meter hoch sind. Das Biosphärenreservat ist Jagdrevier und Vogelschutzgebiet. Mediterrane Wälder, vor allem Eichen, wachsen im Naturpark Sierra de Andújar, während in der Sierra Magina Olivenbäume vorherrschen. Der Naturpark Despeñaperros ist ein Gebirgspass in der Sierra Morena mit weiten Steineichen- und Korkeichenwäldern, in denen noch Wölfe und Luchse beheimatet sind. Alle, die Liebhaber der Natur sind, sollten auf Ihrer Rundreise durch Andalusien diesen Naturpark besuchen, der absolut beeindruckend und empfehlenswert ist.

Tourismus:

Die Naturparks sind besonders attraktiv für Aktivurlauber. Für die Ausübung der Sportarten wie Reiten, Wandern, Bergsteigen, Paragliding, Kanufahren, Wildwasser-Rafting und Radfahren bietet die Provinz ideale Voraussetzungen.  Die “Via Verde del Aceite” ist eine ehemalige Bahnstrasse, die zum Wander- und Fahrradweg umgebaut wurde und durch wunderschöne Olivenhaine führt.

Geschichtlich Interessierte finden in den Renaissance-Städten Úbeda und Baeza ein vielfältiges Angebot an Kirchen, Palästen und weiteren prachtvollen Bauten.